Am Alten Bahnhof 8 · 97332 Volkach · Bundesweit im Einsatz

Start/Netzwerkverkabelung

Unser Kernbereich

Strukturierte
Verkabelung

Die passive Infrastruktur nach EN 50173 – Primär-, Sekundär- und Tertiärverkabelung in Kupfer und Glasfaser. Von der Kernbohrung über das Patchfeld bis zum Abnahmeprotokoll, gebaut von eigenen Elektrikern.

Das Prinzip

Ein Netz,
drei Ebenen

Strukturierte Verkabelung heißt: eine anwendungsneutrale Infrastruktur, die nicht für ein bestimmtes Gerät gebaut wird, sondern für die nächsten fünfzehn Jahre. Telefon, Rechner, Kamera, Access Point und Zutrittsleser laufen über dieselbe Dose – was sich ändert, ist die Rangierung im Schrank, nicht das Kabel in der Wand.

Schaubild der drei Verkabelungsebenen Das Nebengebäude ist über die Primärverkabelung mit Lichtwellenleiter an das Hauptgebäude angebunden: vom Gebäudeverteiler zum Standortverteiler. Von dort führt die Sekundärverkabelung als Steigleitung zu den Etagenverteilern in den Geschossen. Die Tertiärverkabelung verteilt von jedem Etagenverteiler sternförmig in Kupfer zu den Anschlussdosen an Arbeitsplätzen, Access Points und Kameras. PRIMÄR LWL · OS2 SEKUNDÄR Arbeitsplatz Access Point Netzwerkkamera Arbeitsplatz Drucker · Scanner Zutrittsleser TERTIÄR GV SV EV EV KUPFER · MAX. 90 M PERMANENT LINK NEBENGEBÄUDE HAUPTGEBÄUDE

GV Gebäudeverteiler · SV Standortverteiler · EV Etagenverteiler · Gelb markiert: die Verkabelungsebenen nach EN 50173

Die drei Ebenen

Was wir auf
jeder Ebene bauen

Ebene 1 · Primär

Geländeverkabelung

Die Verbindung zwischen Gebäuden auf einem Grundstück. Hier liegt fast immer Glasfaser: Die Strecken sind lang, und zwischen zwei Gebäuden mit eigener Stromversorgung will man keine elektrisch leitende Verbindung haben.

Wir verlegen Außenkabel im Leerrohr oder Erdreich, setzen Muffen und schließen auf dem Gebäudeverteiler ab.

Singlemode OS2 Außenkabel LWL-Muffen

Ebene 2 · Sekundär

Steigbereich

Vom Standortverteiler im Untergeschoss zu den Etagenverteilern in den Geschossen. Die Strecke, über die später der gesamte Verkehr einer Etage läuft – entsprechend großzügig wird sie ausgelegt.

Je nach Länge und Bandbreite in Glasfaser oder Kupfer, auf Wunsch doppelt über getrennte Steigeschächte geführt.

OM4 / OS2 Steigeschacht Brandschottung

Ebene 3 · Tertiär

Etagenverkabelung

Vom Etagenverteiler zur Anschlussdose am Arbeitsplatz. Die Ebene mit den meisten Metern und den meisten Anschlüssen – und die, bei der sich unsaubere Arbeit am deutlichsten rächt.

Kupfer, sternförmig, höchstens 90 Meter Permanent Link. Jede Dose bekommt ihre eigene Strecke zum Verteiler.

Cat.6A / Cat.7 Klasse EA max. 90 m

Kupfer

Vom Verlegekabel
bis zur Dose

Der größte Teil jeder Etage. Entscheidend ist hier weniger das Material als die Sorgfalt: Ein zu eng gezogener Radius, ein zu weit aufgedrehtes Adernpaar oder ein gequetschter Mantel kostet genau die Kategorie, für die der Auftraggeber bezahlt hat.

Querschnitt eines S/FTP-Installationskabels: Außenmantel, Gesamtschirm aus Geflecht, Kreuzsteg, vier verdrillte Adernpaare mit eigenem Folienschirm und Beidraht.
Der Aufbau, auf den es ankommt: Jedes Adernpaar hat seinen eigenen Folienschirm, der Kreuzsteg hält die Paare auf Abstand. Beides zusammen hält das Nebensprechen klein – vorausgesetzt, der Schirm wird am Keystone sauber kontaktiert.

Installationskabel

Wir verlegen paarweise geschirmtes Installationskabel in S/FTP-Ausführung, 4×2×AWG23 – Cat.7 als Standard, höhere Kategorien auf Anforderung. Zweizügige Kabel dort, wo der Weg schmal und die Anschlusszahl hoch ist.

Beim Mantel richten wir uns nach der Bauordnung: In Fluchtwegen und Steigeschächten kommt halogenfreies Kabel in der nach Bauproduktenverordnung geforderten Euroklasse zum Einsatz.

Anschlusstechnik

Aufgelegt wird auf geschirmte Keystone-Module der Kategorie 6A. Als Anschlussdose ein- oder zweifach, Unterputz, Aufputz oder im Bodentank – mit dem passenden Rahmen des im Haus verbauten Schalterprogramms.

Im Verteiler enden die Strecken auf 19"-Patchfeldern mit 24 Ports je Höheneinheit, darunter Rangierpanel und Kabelführung.

Was die Klasse EA bedeutet

Komponenten der Kategorie 6A sind bis 500 MHz spezifiziert; die daraus gebaute Strecke erreicht die Klasse EA und trägt 10 Gigabit über die vollen 100 Meter.

Das ist heute der sinnvolle Normalfall – nicht, weil jeder Arbeitsplatz 10 Gbit braucht, sondern weil der Unterschied im Material klein und der Unterschied beim späteren Nachrüsten groß ist.

Längen, die die Norm setzt

Die feste Strecke zwischen Patchfeld und Dose – der Permanent Link – darf höchstens 90 Meter lang sein. Zusammen mit den Rangier- und Anschlusskabeln an beiden Enden ergibt das den Channel von maximal 100 Metern.

Wo das nicht reicht, braucht es einen zusätzlichen Verteiler oder eine Glasfaserstrecke. Das klären wir beim Aufmaß – nicht beim Messen.

Weg einer Strecke vom 19-Zoll-Patchfeld über das fest verlegte Kabel bis zur Anschlussdose mit zwei Keystone-Modulen. Die feste Strecke ist als Permanent Link mit höchstens 90 Metern gekennzeichnet.
Vom Port im Patchfeld bis zum Keystone in der Dose: Diese fest installierte Strecke ist der Permanent Link – sie wird gemessen und darf 90 Meter nicht überschreiten. Zusammen mit den Rangierkabeln an beiden Enden ergibt sich der Channel von höchstens 100 Metern.

Lichtwellenleiter

Glasfaser – da,
wo Kupfer aufhört

Sobald die Strecke über 90 Meter geht, Gebäudegrenzen überschritten werden oder elektrische Störungen im Spiel sind, führt der Weg über die Faser. Sie überträgt mehr, stört nicht und lässt sich nicht einkoppeln.

Fasertypen

Singlemode OS2 mit 9/125 µm für alles, was weit geht – zwischen Gebäuden, über das Gelände, bei 10 Gbit über mehrere Kilometer. Der Kern ist so dünn, dass sich das Licht praktisch nur auf einem Weg ausbreitet.

Multimode OM3 und OM4 mit 50/125 µm im Gebäude: günstigere Aktivtechnik, dafür begrenzte Reichweite, weil die Lichtwege unterschiedlich lang sind. Für neue Steigbereiche legen wir meist OM4, oft parallel zu einer Singlemode-Reserve – die kostet beim Mitziehen wenig und spart später den zweiten Einsatz.

Vergleich von Singlemode OS2 mit 9 Mikrometer Kern und Multimode OM3/OM4 mit 50 Mikrometer Kern, je im Querschnitt und im Längsschnitt mit den Lichtwegen.
Derselbe Mantel von 125 µm, ein sehr verschiedener Kern: Daran entscheidet sich, wie weit eine Strecke tragen kann.

Spleißen und Konfektion

Abgeschlossen wird mit dem Fusionsspleiß: Die Faser wird mit dem Pigtail verschweißt, der Spleiß mit Schrumpfschutz gesichert und in der Kassette abgelegt. Sauber ausgeführt liegt die Dämpfung einer solchen Verbindung unter 0,1 dB – deutlich besser als jede Steckverbindung.

Steckgesichter nach Vorgabe: LC-Duplex ist heute der Normalfall, SC und E2000 dort, wo der Bestand es verlangt.

Abschluss und Verteilung

Im Verteilerschrank enden die Fasern in Spleißboxen oder LWL-Rangierfeldern mit Kassette, Zugentlastung und eingehaltenem Biegeradius. Im Außenbereich und im Erdreich setzen wir Muffen.

Jeder Port wird beschriftet und jede Faser dem Protokoll zugeordnet – sonst sucht später jemand mit dem Lichteinkoppler.

Wo wir verlegen

Innenkabel in Kanal, Rohr und Gitterbahn. Außenkabel mit Nagetierschutz im Leerrohr oder direkt im Erdreich.

Wo Gebäude verbunden werden, achten wir auf die Potentialtrennung: Ein rein dielektrisches Kabel ohne Metallelemente verhindert, dass über die Datenleitung Ausgleichsströme fließen.

Kabelwege

Der Teil, den
später niemand
mehr sieht

Vor dem ersten Meter Datenkabel steht der Weg, auf dem es liegen soll. Wird der schlecht geplant, rächt sich das bei jeder späteren Erweiterung.

Wir bauen die Trasse mit Reserve: Was heute zu zwei Dritteln gefüllt ist, nimmt in fünf Jahren noch die Nachrüstung auf, ohne dass jemand die Decke wieder öffnen muss.

  • Kanal, Rohr und Gitterbahn. Leitungsführungskanäle von 20×20 bis 60×110 mm, Kunststoff- und Wellrohr, Gitterrinnen über abgehängten Decken.
  • Trennung von der Energieleitung. Datenkabel und Starkstrom bekommen getrennte Wege oder einen Kanal mit Trennsteg – die Trennungsabstände nach EN 50174-2 halten Einstreuungen aus der Strecke.
  • Kernbohrungen und Durchbrüche. Durch Wände und Decken, bei tragenden Teilen in Absprache mit dem Statiker.
  • Brandschottung. Jede Durchführung durch einen Brandabschnitt wird fachgerecht verschlossen und dokumentiert – mit Schottnachweis für die Bauakte.
  • Biegeradien und Zugkräfte. Beim Einziehen halten wir die Herstellerwerte ein. Ein überzogenes Kabel sieht von außen unversehrt aus und fällt erst bei der Messung durch.
  • Potentialausgleich. Schirme und Verteilerschränke werden normgerecht auf den Potentialausgleich aufgelegt.

Abnahme

Gemessen wird
jede Strecke

Eine Verkabelung gilt bei uns erst dann als fertig, wenn sie nachweisbar die zugesagte Klasse erreicht. Das Protokoll gehört zur Leistung – und nicht ins Zusatzangebot.

Kupfer: praxisnah qualifiziert

Wir messen mit einem Qualifizierer – und zwar bewusst. Uns interessiert die Frage, die im Betrieb zählt: Trägt diese Strecke das, was daran hängt? Ein Qualifizierer beantwortet genau das, statt nur Zahlenreihen gegen Normgrenzwerte zu halten.

Gemessen wird der Permanent Link, also die fest installierte Strecke zwischen Patchfeldport und Dose:

Wiremap

Belegung der Adernpaare – findet Dreher, Unterbrechungen, Kurzschlüsse und Split Pairs.

Länge

Streckenlänge je Paar gegen die 90-Meter-Grenze, mit Angabe der Fehlerstelle bei Unterbrechung.

Übertragungsfähigkeit

Trägt die Strecke 1 Gbit, trägt sie 10 Gbit? Genau das ist die Frage, die am Ende zählt.

Störabstand

Hinweis auf Nebensprechen und Störeinflüsse, die die Übertragung drücken.

Schirm

Durchgängigkeit des Schirms über die gesamte Strecke.

PoE

Ob die Strecke die Leistung für Access Points, Kameras und Telefone sicher überträgt.

Warum praxisnah messen

  • Es wird geprüft, was später daran hängt. Ob die Strecke 1 oder 10 Gbit trägt, ist die Frage, die der Auftraggeber tatsächlich hat – nicht, wie viel Reserve ein einzelner Normwert noch hatte.
  • PoE wird mitgeprüft. Eine Strecke kann alle Normwerte halten und trotzdem beim Access Point versagen, weil unter Last die Spannung einbricht. Genau das sieht man nur, wenn man es misst.
  • Fehler mit Entfernungsangabe. Zeigt das Gerät die Störstelle bei 38 Metern, wird dort gesucht – und nicht die ganze Strecke aufgemacht.
  • Schnell genug für jede Strecke. Wir messen deshalb alle Anschlüsse, nicht eine Stichprobe. Das findet mehr als eine aufwendige Messung an jedem zehnten Port.

Und wenn es die Norm sein muss: Eine Zertifizierung nach Klasse EA misst zusätzlich alle Normparameter – Einfügedämpfung, NEXT, ACR-F, Return Loss, Delay Skew – gegen die Grenzwerte der Norm und ist meist Voraussetzung für eine Herstellersystemgarantie. Wenn Sie das brauchen, liefern wir das selbstverständlich auch; sagen Sie es uns bitte beim Aufmaß, damit wir es einplanen können.

Glasfaser: Dämpfung und Reflexion

Bei der Faser messen wir zweistufig – die beiden Verfahren beantworten verschiedene Fragen:

Einfügedämpfung

Pegelmessung mit Lichtquelle und Leistungsmesser gegen eine Referenzstrecke. Sagt, ob die Strecke ihr Dämpfungsbudget einhält – das ist die eigentliche Abnahmemessung.

Bidirektional

In beide Richtungen gemessen und gemittelt, damit Unterschiede im Faserdurchmesser das Ergebnis nicht verfälschen.

OTDR

Rückstreumessung. Zeigt den Dämpfungsverlauf über die Länge und macht jeden Spleiß, jede Steckstelle und jeden Knick einzeln sichtbar – mit Entfernungsangabe.

Wellenlängen

Singlemode bei 1310 und 1550 nm, Multimode bei 850 und 1300 nm.

Endflächen

Sichtprüfung der Steckerstirnflächen mit dem Mikroskop. Die häufigste Fehlerursache an der Faser ist schlicht Schmutz.

Was Sie am Ende bekommen

  • Messprotokoll je Strecke, digital und auf Wunsch gedruckt
  • Portliste mit der Zuordnung Dose → Patchfeld → Port
  • Beschriftung an Dose, Kabel und Patchfeld nach einheitlichem Schema
  • Schottnachweise für die Brandabschnitte
  • Bestandsplan mit der eingetragenen Trassenführung

Regelwerk

Wonach wir
arbeiten

Strukturierte Verkabelung ist durchnormt – und das ist gut so. Es bedeutet, dass sich das Ergebnis prüfen lässt, statt Geschmackssache zu sein.

EN 50173

Anwendungsneutrale Kommunikations­kabelanlagen. Legt den Aufbau in Primär-, Sekundär- und Tertiärbereich fest und definiert die Leistungsklassen der Strecken.

ISO/IEC 11801

Das internationale Pendant dazu – Kategorien für die Komponenten, Klassen für die fertigen Strecken.

EN 50174-2

Installation von Kommunikations­verkabelung im Gebäude. Hier stehen die Trennungsabstände zur Energieverkabelung und die Regeln für die Trassenführung.

EN 50346

Prüfung installierter Verkabelung. Beschreibt, wie gemessen wird und was im Protokoll stehen muss.

ISO/IEC 14763-3

Prüfung von Lichtwellenleiter­strecken – Verfahren und Grenzwerte für die Dämpfungsmessung.

DIN VDE 0100

Errichten von Niederspannungs­anlagen – maßgeblich für Potentialausgleich, Schirmauflage und Schutzmaßnahmen.

Ablauf

So läuft
ein Projekt

01

Aufmaß

Begehung mit Plan: Wo stehen die Verteiler, wie weit sind die Wege, wo lassen sich Durchbrüche setzen, wo liegen die Brandabschnitte. Hier fällt auf, welche Strecke die 90 Meter reißt.

02

Angebot

Aufwand nach Anschlüssen, Kabel- und Trassenmetern – zum Festpreis, wo der Umfang klar ist, nach Aufwand, wo sich erst beim Öffnen der Decke zeigt, was dahintersteckt.

03

Trasse

Kanäle, Rohre und Rinnen setzen, Durchbrüche herstellen, Verteilerstandorte vorbereiten. Der Teil, der am meisten Staub macht – deshalb abschnittsweise und abgestimmt.

04

Kabel ziehen

Verlegekabel einziehen, dabei Zugkraft und Biegeradius im Auge behalten, beidseitig beschriften. Fasern in den Steigbereichen ziehen und ablängen.

05

Auflegen & Spleißen

Keystones setzen, Dosen bestücken, Patchfelder auflegen. Fasern auf Pigtails spleißen und in die Kassette legen. Schränke aufbauen, rangieren, Kabelmanagement.

06

Messen

Jede Kupferstrecke als Permanent Link qualifiziert, jede Faser gemessen. Was durchfällt, wird nachgearbeitet und erneut gemessen – nicht wegdiskutiert.

07

Dokumentation

Messprotokolle, Portliste, Beschriftungsplan und Schottnachweise werden zusammengestellt und digital übergeben.

08

Abnahme

Gemeinsamer Durchgang, Übergabe der Unterlagen. Danach bleiben wir erreichbar – für Erweiterungen, Umzüge und den Fall, dass doch einmal eine Dose streikt.

Wo wir arbeiten

Vom Büro­geschoss
bis zur Logistikhalle

Unsere Baustellen sind selten leer. Meistens wird nebenan weiter gearbeitet, kommissioniert oder telefoniert – darauf ist unser Vorgehen ausgelegt.

Typische Einsatzbereiche und ihre Besonderheiten
Bürogebäude Arbeitsplatzverkabelung mit zwei bis vier Anschlüssen je Platz, Etagenverteiler je Geschoss, Bodentanks in Großraumflächen, Access Points in den Fluren, Besprechungsräume mit Medientechnik.
Logistik & Lager Weite Wege und hohe Hallen: Glasfaser zwischen den Hallenabschnitten, Access Points für die Staplerterminals, Scanner- und Waagenanbindung, Kameras an den Toren. Trassen in industrietauglicher Ausführung.
Produktion Maschinen- und Schaltschrankanbindung, robuste Kabelführung, erhöhte Anforderungen an Schirmung und Potentialausgleich wegen Frequenzumrichtern und Schweißanlagen.
Technik- & Serverraum 19"-Schrankaufbau, Patchfelder, LWL-Rangierfelder, strukturierte Rangierung mit Farbkonzept je Netzsegment, Kabelmanagement vertikal und horizontal.
Bestandsgebäude Nachrüstung und Erweiterung im laufenden Betrieb, Ablösung alter Cat.5-Verkabelung, Umschaltung in abgestimmten Zeitfenstern, Weiterbetrieb der alten Strecken bis zur Freigabe.
Außenbereich Verbindung zwischen Gebäuden, Kameramasten, Schrankenanlagen und Toren – Außenkabel im Leerrohr, Übergabepunkte in wettergeschützten Gehäusen.

Material

Womit wir bauen

Ein Auszug aus dem, was regelmäßig auf unseren Baustellen liegt. Gibt Ihre IT ein bestimmtes System vor oder soll der Bestand fortgeführt werden, arbeiten wir damit.

Typische Komponenten
Verlegekabel Kupfer Cat.7 S/FTP 4×2×AWG23, ein- und zweizügig · Cat.6A · halogenfreie Ausführung nach Bauproduktenverordnung
Verlegekabel LWL Singlemode OS2 9/125 µm · Multimode OM3 und OM4 50/125 µm · Innen-, Außen- und Universalkabel, dielektrisch oder mit Nagetierschutz
Fernmeldeleitung J-Y(St)Y 2×2×0,8 und 4×2×0,8 für Melde-, Steuer- und Gefahrenmeldetechnik
Anschlusstechnik Kupfer Keystone-Module Cat.6A geschirmt · Anschlussdosen 1- und 2-fach, Unterputz, Aufputz und Bodentank · Aufputzrahmen
Anschlusstechnik LWL Pigtails und Kupplungen LC, SC und E2000 · Spleißboxen und LWL-Rangierfelder mit Kassette · Muffen für den Außenbereich
Verteiler 19"-Patchfelder 24-fach (1 HE) · Rangierpanele · Netzwerk- und Wandverteilerschränke · vertikales und horizontales Kabelmanagement
Kanal und Rohr Leitungsführungskanäle 20×20 bis 60×110 mm · Kunststoffrohr M25 · Wellrohr · Gitterrinnen
Patchkabel Cat.6A in 1 m, 2 m, 3 m und 5 m · LWL-Rangierkabel LC-Duplex · farblich nach Netzsegment

Häufige Fragen

Was Auftraggeber
meistens wissen wollen

Cat.6A oder Cat.7 – was sollen wir nehmen?

Die Frage vergleicht zwei verschiedene Dinge: Cat.7 beschreibt das Kabel, die Klasse EA die fertige Strecke. Üblich und sinnvoll ist heute die Kombination aus Verlegekabel Cat.7 und Anschlusstechnik Cat.6A – das Ergebnis ist eine Strecke der Klasse EA mit 10 Gbit über 100 Meter.

Darunter – also Cat.5e oder einfaches Cat.6 – lohnt sich nicht mehr. Der Materialunterschied liegt im einstelligen Prozentbereich der Gesamtkosten, die Arbeitszeit ist dieselbe. Teuer wird es erst, wenn in acht Jahren jemand neu ziehen muss.

Wie viele Anschlüsse pro Arbeitsplatz?

Zwei sind das Minimum, drei die verbreitete Praxis: einer für den Rechner, einer für Telefon oder Dockingstation, einer als Reserve. In Besprechungsräumen und an Druckerstandorten planen wir großzügiger.

Die Rechnung ist einfach: Eine zusätzliche Dose kostet beim Mitverlegen einen Bruchteil dessen, was ihr späteres Nachziehen kostet – samt geöffneter Decke und Staub im laufenden Betrieb.

Arbeiten Sie im laufenden Betrieb?

Das ist eher die Regel als die Ausnahme. Wir schneiden die Abschnitte so, dass der Betrieb weiterläuft, und arbeiten dort, wo es nicht anders geht, abends oder am Wochenende. Umschaltungen auf die neue Verkabelung legen wir in Zeitfenster, die Ihre IT vorgibt – die alte Strecke bleibt bis zur Freigabe in Betrieb.

Rechnen Sie nach Aufwand oder zum Festpreis ab?

Beides. Bei klar umrissenen Vorhaben – bekannte Anzahl Anschlüsse nach Plan, zugängliche Trassen – nennen wir einen Festpreis. Wo sich der Umfang erst beim Öffnen der Decke zeigt, rechnen wir nach Aufwand. In beiden Fällen bekommen Sie tagesgenaue Regieberichte und sehen laufend, wo das Projekt steht.

Stellen Sie das Material oder wird es beigestellt?

Beides ist möglich. Viele Auftraggeber beschaffen selbst, weil ihre IT ein bestimmtes System fährt oder Rahmenverträge bestehen – dann bauen wir ein und weisen den Verbrauch nach. Alternativ besorgen wir mit.

Übernehmen Sie auch die aktive Technik?

Unser Feld ist die passive Infrastruktur. Switches, Router und Firewalls konfiguriert in aller Regel Ihre eigene IT oder Ihr Systemhaus. Beim Einbau ins Rack, bei der Stromversorgung im Schrank und beim Patchen sind wir dabei – die Schnittstelle legen wir vorher gemeinsam fest.

Bekommen wir eine Herstellergarantie auf das System?

Systemgarantien über 20 oder 25 Jahre vergeben die Hersteller der Verkabelungssysteme, nicht der Installateur. Voraussetzung ist in aller Regel, dass alle Komponenten aus einer Hand stammen und jede Strecke nach Norm zertifiziert gemessen wird.

Beides lässt sich einrichten – sagen Sie es uns bitte schon beim Aufmaß. Es beeinflusst die Materialwahl, den Messaufwand und den Umfang der Dokumentation, und damit auch den Preis.

Qualifizieren oder zertifizieren – was brauchen wir?

Für den Normalfall reicht die Qualifizierung, und wir halten sie für die ehrlichere Messung: Sie beantwortet, ob die Strecke die Anwendung trägt – einschließlich PoE, das in der Normmessung gar nicht vorkommt. Weil sie schnell geht, messen wir jede Strecke statt einer Stichprobe.

Eine Zertifizierung nach Klasse EA brauchen Sie, wenn eine Herstellersystemgarantie beantragt werden soll, wenn ein Fachplaner sie ausschreibt oder wenn der Nachweis gegenüber Dritten normkonform geführt werden muss. Das liefern wir auf Wunsch – es ist aufwendiger und wird gesondert vereinbart.

Im Zweifel: Sagen Sie uns, was mit der Verkabelung passieren soll. Daraus ergibt sich die Antwort meistens von selbst.

Was passiert, wenn eine Strecke die Messung nicht besteht?

Dann wird nachgearbeitet und erneut gemessen. Die häufigsten Ursachen sind schnell gefunden: ein zu weit aufgedrehtes Adernpaar am Keystone, ein beim Einziehen überdehntes Kabel, ein nicht durchgängiger Schirm. Im Protokoll steht am Ende das bestandene Ergebnis – und zwar für jede einzelne Strecke.

Wie weit fahren Sie?

Wir sind bundesweit unterwegs, mit Schwerpunkt Bayern und den angrenzenden Bundesländern. Für längere Baustellen planen wir Anfahrt und Übernachtung mit ein; beides wird vorab vereinbart und transparent abgerechnet.

Nächster Schritt

Lassen Sie uns
auf den Plan schauen

Grundriss, ungefähre Anzahl der Anschlüsse, gewünschter Termin – mehr brauchen wir für eine erste Einschätzung nicht. Das Aufmaß vor Ort machen wir anschließend selbst.